Re: Patente auf Algorithmen - Aufbäumen gegen Software-Patente in Euro…
> > Woher weiß Firma x, daß ich ein Quicksort implementiert habe? Ein
> > Patent ist nur dann was wert, wenn ich dem Konkurrenten nachweisen
> > kann, daß er das Patent verletzt. Reverse-Engineering dürfte nicht
> > erlaubt sein (oder irre ich mich?), insofern müssten die tief
> > versteckten Algorithmen aus Patentsicht nicht so interessant sein,
> > oder?
>
> Interessante Frage…
Erstens geht es nicht um die Implementierung, sondern um das
_Verfahren_, d.h. die Idee an sich. Es spielt keine Rolle, wie du das
Patent implementiert hast. Entscheidend ist, ob dein Programm die
dahinter steckende Idee umsetzt. Wenn z.B. die Multiplikation
patentiert wäre, dann könntest du sie auf jede beliebige Weise
implementieren (Abakus-Verfahren, Multiplikation per Addition etc.),
die Idee hättest du so oder so verletzt. Z.B. Amazons 1-Click: So
trivial diese Idee auch ist, du darfst sie ohne Amazons Zustimmung
nicht benutzen.
Zweitens, was die Implementierung betrifft: Wenn Du .NET oder Java
verwendest, ist das fast kein Problem. Mit geeigneten Decompilern
kommt man schnell an den Original-Source ran. Eine andere Möglichkeit
wäre z.B. TCPA. Da könnten die zentralen Server alle
Schutzmechanismen auf der Entwicklermaschine umgehen und direkt an
den Quellcode rankommen.