> Wenn ein Treiber wie bei nVidia nur als Binary in Modulform vorliegt,
> geht natürlich nur als Modul.
> Das ist eine Entscheidung die nVidia getroffen hat.
>
> Die Stabilität des Treibers läßt sich natürlich nicht von jemand
> anderen verbessern, das ist ja das Grundübel von Closed source.
>
> Aber instabiler Code wird auch nicht stabiler wenn er direkt in den
> kernen einkompiliert wird.
>
> Wahrscheinlich gehst du von einem anderen Treibermodell aus.
>
> Ciao,
> _
Richtig. Aber nicht das nichtverbessern können ist das Problem. Dafür
kann ich Nivida in den Arsch treten. Sondern das ändern können.
Sicherlich wird keiner Grafikkarten Treiber ändern. Aber wenn sich
das Treibermodell erstmal durchsetzt, statt Kernel-funktionen, dann
wird es für jeden fatz einen Treiber geben. Und dann setzt sich das
durch was unter windows üblich ist. Wenn ein treiber nicht das macht
was er soll, wird seine funktion erweitert. Wenn dies zwei hersteller
machen, so wird aber immer nur von dem einen die Version im System
aktiv sein können. Treiber oder Module die man überschreiben kann
gibts zuhauf in Windows. In linux ist das alles noch schön geordnet.
Man muss ja auch nichts ändern, man erweitert dynamisch den
vorhandenen, sein quellcode liegt offen ich kann mich anpassen. Gutes
Argument für Opensource. Leider schlecht um dran zu verdienen. Viele
Firmen verdienen aber nur an solchen dingen, eben am Programmieren.
Wenn sie wie Quake3 Grafikengine nun ihren Quellcode veröffentlichen
müssten (müssen sie zum Glück nicht, OpenGL sei dank) würden entweder
clones entstehen, die wessentlich billiger die selbe Funktion haben,
oder sie kommen nicht auf diese effektivität, weil sie nicht mit dem
quellcode verlinken dürfen. Vieleicht sollten die Leute welche laufen
sagen, ich würde lügen, sich mal damit beschäftigen was verlinken
eigentlich heist. Normal greife ich auf ein Modul zu indem ich seine
öffentlichen funktionen benutze. Dabei werden relativ viel Prüfungen
gemacht, welcher Zustand eigentlich vorliegt. Schliesslich weis das
Modul nicht von wo es aufgerufen wird. Wenn ich nun verlinke, heist
das ich weis,d as es nicht unnötige Prüfungen durchführen muss, zB
auch auf zulässigkeit der Argumente, weil ich das schon meinerseits
sicherstelle. Diese ersparte Zeit wird in schnellere Abläufe
investiert. Somit habe ich beim verlinken in ein Modul deutliche
vorteile. Wenn ich nur die vorgesehenen schnittstellen benutze werde
ich ins hintertreffen geraten. Aber ich muss nun meinen Quellcode
offenlegen und allen geben. Und da krankt das system. Wie gesagt, auf
openGL basierende Grafikengines haben das Problem nun nicht. Aber
alle anderen Dinge welche nicht auf solch ausgereifte durchgestylte
Module setzen, haben ein Problem. Das haben sie unter windows oder
MAC OS nicht. Und hier wird der knackpunkt für GPL bleiben.
Innovationshemmniss. Geht nur solange gut wie genug alternativen da
sind, um trotzdem geld zu verdienen. wird dann knallen, wenn die
verbreitung von GPL zunimmt und damit der Umsatz zurück geht. Höhere
Preise für die Verbleibenden nicht GPL wird den effekt verstärken,
ist diese Spirale in gang gesetzt, wird sie sich nicht stoppen
lassen. Und auch für Linux werden die fachleute aussterben. Wo kein
geld fliesst wird keiner ausbildung finanzieren können.
Wenn aber nun was auch denkbar ist, vieles unter Linux
kostenpflichtig wird, und nur das nackte OS kostenlos bleibt, dann
muss ich mir ja jedes Modul, tool, selbst kleinste Anwendungen dazu
erwerben. Sicherlich wird es einiges an freeware geben. Aber im
großen und ganzen wird es dann soviel kosten wie heute Windows. Auch
dort ist schon viel dabei, was im nackten kernel von Linux nicht drin
ist. Diagnosetools, Softwarezugaben (wenn auch nur in beschränktem
Umfang)