Für die Entwicklung eines neuen Wirkstoff arbeiten hunderte von
Menschen zusammen. Die meisten dieser Projekte führen nicht zu einem
sicheren und wirksame Arzneimittel. Für die allermeisten Patente auf
Stoffe können überhaupt keine Gebühren erzielt werden.
Im Softwarebereich ist die Situation ganz anders: der Aufwand ist
relativ gering und auch Teilaspekte sind zur Funktion der der
gesamten Software notwendig und bringen Lizenzeinnahmen!
Nur wenn man Krankheiten überlebt, kann man weiter arbeiten oder
Computerspiele spielen. Überleben scheint mir wichtiger als
technische Spielereien.
Würde man die Forscher und Entwickler im Pharmabereich nicht
angemessen entlohnen, würden sie mit ihrem Können und Fähigkeiten
andere, profitablere Berufe ausüben.
Die Alternative zur industriellen Arzneimittelforschung ist die
staatliche Arzneimittelforschung! Das bedeutet, die Entwicklung unser
Zukunft und Gesundheit in die Hände von Politikern zu legen, denen es
im Normalfall an fachlichen Wissen fehlt. Zudem ist ihre Aufgabe die
Wähler zu überzeugen und nicht der Fachliteratur zu folgen.
Bisher hat das jetzige System dazu geführt das neue Wirkstoffe für
neue Krankheiten schnell und auf Grundlage von neuesten Erkenntnissen
entwickelt wurden. Diesen Wirkstoffen und Arzneimitteln haben die
vielen Menschen geholfen.
Und dazu hat es keiner endlosen Konferenzen a la Kyoto gebraucht, bei
denen lange diskutiert wurde, wenig herauskam, obwohl das Kind
eigentlich schon in den Brunnen gefallen war.
Geld zu verdienen hat nun einmal eine gewisse Motivationstkraft für
Menschen.
Der Aufwand für ein neues Wirkstoffpatent beziehungsweise für einen
neuen Wirkstoff der wirklich wirkt, sicher und unbedenklich ist, ist
im Vergleich zum Aufwand für eines der vielen Software Trivial href=”http://www.meisen.info/modernisierung-des-bilanzrechts-2833/”>patente
gigantisch!
(Auch wenn es im Pharmabereich sicher auch Trivialpatente gibt)
Während bei anderen großen Menschheitsproblemen Politiker die Sache
erst wahrnehmen, wenn es eigentlich zu spät ist, danach anschließend
wie in Kyoto lange erfolglose Konferenzen abhalten, bei denen es vor
allem um hehre Wünsche geht und man sich im Endeffekt nicht darüber
einig wer das bezahlen soll, ist das Patent gestützte System in der
Arzneimittelentwicklung einfach und hoch effizient.
Das funktionell so: wenn ein kluger Kopf Ideen hat, wie man zu neuen
Arzneistoffe kommt. Findet sich häufig ein Konzern oder andere
Geldgeber, die bereit sind das Risiko einzugehen und viele Millionen
in die zielgerichtete Forschung für die Findung eines Arzneimittels
investieren.
Da sehr viele Entwicklungsprojekte floppen, müssen die
Forschungskosten natürlich bei den ganz wenigen Wirkstoffen
herausgeholt werden die Spitze sind.
Für die Frage welche Länder einen wie großen Anteil an diesen Kosten
übernehmen, bedient man sich nicht langwieriger Konferenzen, sondern
marktwirtschaftlichen Mechanismen. In den Ländern mit höherer
Kaufkraft waren die Preise früher deutlich höher als in Armen. Frei
nach dem Prinzip von den Reichen nehmen wir mehr und den Armen geben
wir auch etwas von dem Heilmitteln ab (entwickelt ist es ja).
Leider funktioniert das nur, wenn die Arzneimittel in den armen
Ländern bleiben und nicht von irgendwelchen findigen, aber ansonsten
nicht innovativen Kaufleuten in die reichen Länder exportiert werden.
In Europa hat man zum Beispiel den so genannten parallel Export stark
vereinfacht, weil die Politiker reichen Länder an den Rabatten für
die Armen Länder (die mit niedrigen Preisen) profitieren wollten. Das
dieses der Arzneimittelsicherheit und der Versorgungssicherheit
schadet war ihnen egal.
Aus diesem Grund hatten die Griechen zum Beispiel über Jahre Probleme
mit ihrer Arzneimittelversorgung.
Heute wandert aber auch Ware wie (Sortis) aus Deutschland nach
England, weil der Pfundkurs so hoch steht.
solange die armen Länder noch mehr Geld für Rüstung als Gesundheit
ausgeben und die gutwilligen Firmen nicht vor Reimport gerade in die
reichen Länder schützen, wird sich wenig ändern.
Man sollte es ganz deutlich sehen: wenn er nicht so viele prominente
Leute in den reichen Ländern an Aids erkrankt, so gäbe es
höchstwahrscheinlich genauso wenig Arzneimittel, wie es heute für die
klassischen Tropenkrankheiten gibt.
in diesem Punkt möchte ich meine absolute Hochachtung für die
wohltätigen Stiftungen von Bill und Melinda Gates aussprechen.
Sie haben das strukturelle Problem erkannt und im Rahmen ihrer
Möglichkeiten großzügig gehandelt.