Patente rein, dafuer Urheberrecht raus – US-Patente auch auf Filme und Drehbücher…

Posted by admin on 3rd June 2008 in Allgemein

Wenn Drehbuecher oder Filme ploetzlich patentierbar sein sollen, dann
sollen sie das auch. Dafuer soll aber auch das Copyright abgeschafft
werden. Wer also lieber 25 Jahre lang Einnahmen aus Patentlizenzen
hat, der muss dann eben auf 90 Jahre Tantiemen aus dem Copyright
verzichten.
Beides zusammen ist laecherlich, da das Urheberrecht bereits eine Art
Patent darstellt. Wer ein Buch geschrieben hat, dem gesteht das
Urheberrecht zu zu bestimmen, wer das Buch veroeffentlichen,
verfilmen, verkaufen oder sonstwas darf.
Der Hauptunterschied ist eben, dass das Urheberrecht mehr auf den
kreativen Bereich ausgelegt ist, waehrend Patente ueberwiegend im
industriellen Bereich angesiedelt sind. Es kann zwar Ueberlappungen
geben, wie z.B. bei Software, doch diese Ueberlappungen sind eher
problematisch (siehe die Diskussionen um Softwarepatente).
Persoenlich faende ich Patente anstatt des Urheberrechts sogar
sinnvoller, denn erstens ist die Laufzeit deutlich kuerzer und
zweitens sehe ich nicht ein, weshalb jemand Tantiemen dafuer
kassieren soll, nur weil er einen kreativen Grossvater hatte. Will
der Grossvater seinen Enkeln ein Auskommen ermoeglichen, dann soll er
die Kohle zu Lebzeiten beiseite schaffen. Ich bekomme ja auch nicht
die Rente meiner Eltern, wenn diese mal ableben oder?
Schultzi

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