Re: Software-Patente funktionieren in den USA seit vielen Jahren bestens – Protest gegen Software-Patente
> Greif dir ein beliebiges hinaus, und urteile, ob dieses eine nun
> irgendwelche negative Auswirkungen auf andere Entwickler hatte. Es
> ist nunmal nicht mehr als eine Handvoll Patente, um die der große
> Wind gemacht wird.
Das Argument ist nun aber total schwach… Wenn Du nur eine Spur
einer Ahnung von Patenten hättest, wüsstest Du, dass es immer “nur um
eine Handvoll Patente” geht. Alle anderen sind mehr oder weniger
wertlos oder bringen gerade so ihre Gebühren wieder rein. Natürlich
richten die keinen direkten Schaden an. Aber möchtest Du bei jeder
Zeile Code erst mal einen Patentanwalt bezahlen, der das rechtlich
absichert? Und gerade die wenigen hässlichen Patente machen den
grössten Schaden.
> > Der MP3-Patentinhaber kann das jederzeit verbieten und
> > wollte es auch schon einmal tun:
>
> Dann halt OGG oder was auch immer im Moment politically correct ist.
Da gibts Du doch selbst ein gutes Beispiel. Warum soll es sinnvoll
sein, fortlaufend Umgehungstechnologien zu entwickeln? Das kostet
einen Haufen Geld und wird kleinere Firmen leicht in den Ruin
treiben.
> Ja, die Welt wird untergehen. Mann, Leute, schaut doch in die USA.
> Der Inbegriff des Bösen, mit Softwarepatenten seit ewigen Zeiten -
> und dort gibt es durchaus mehr Firmen als nur MS und IBM, die mit
> Software erfolgreich sind. Diese ganzen Weltuntergangsszenarien sind
> doch sowas von lächerlich, wenn man nur ein paar Meilen westwärts
> sehen muss, um zu sehen, dass es nicht so kommt.
Du musst auch die Situation in Deutschland sehen. Patente sind in
erster Linie von Vorteil für Länder, die sich in einer führenden
Position befinden, um zu verhindern, dass die anderen an den
Futternapf kommen. Wenn Du Amerikaner (oder Patentanwalt) bist, dann
argumentierst Du richtig, denn dann zementierst Du die Übermacht der
USA.
Es geht nicht um den Weltuntergang, sondern um die Marktmacht – ist
das so schwierig?