Re: Software-Patente funktionieren in den USA seit vielen Jahren bestens – Protest gegen Software-Patente
wiesen”>patenteher, es gibt mal ein paar Auswüchse wie “1-click”, aber im
> Schatten dieser wenigen bekannten Fälle lebt und gedeiht eine
> Software-Wirtschaft, wie wir im Alten Europa überglücklich wären, sie
> zu haben (ja, liebe Linux-Trolle, es gibt mehr als Microsoft).
Siehe: http://patinfo.ffii.org/faq.html
F: Sind Trivialpatente denn nicht die Ausnahme?
A: Sie sind die Regel. Wenn Sie sich mit der
Programmierung von Software auskennen, sollte es Ihnen
leicht fallen, sich davon selbst zu überzeugen:
Unter [8]http://swpat.ffii.org/patente/txt/ hat der FFII
10000 von insgesamt ca. 30000 europäischen
Software-Patenten dokumentiert. Greifen Sie ein beliebiges
von diesen Patenten heraus, lesen und verstehen Sie die
Ansprüche und urteilen Sie selbst: [...]
> Wir
> sollten versuchen, zu ähnlichen Zuständen auch hier zu kommen,
> anstatt mit sozialromantischem Geschrei “gegen die Konzerne” noch die
> letzte Chance kaputt zu machen. Sonst wird in 5 Jahren hierzulande
> gar kein Geld mehr mit Software verdient,
In der Begründung der EU-Kommission, weshalb
Software-Patente angeblich so toll seien, steht dazu:
Erstens werden wohl eindeutig ungültige Patente erteilt
(besonders im Bereich e-Commerce). Dies betrifft Patente
auf Erfindungen, die entweder nicht neu sind oder denen
auf den ersten Blick keine erfinderische Tätigkeit
zugrunde liegt. Zweitens könnten Patente auf
computerimplementierte Erfindungen die Position mächtiger
Marktteilnehmer stärken. Drittens verursachen Patente auf
inkrementelle Innovationen, wie sie für die
Softwareindustrie charakteristisch sind, wirtschaftliche
Kosten, denn es müssen Patentinhaber ermittelt und
Verhandlungen über die nötigen Lizenzen geführt werden.
Selbst diese Leute wollen offiziell ausdrücklich _keine_
Zustände wie in den USA. Daß der Richtlinienvorschlag noch
schlimmer ist, soll keiner merken.
> und wir können dann alle
> stattdessen den 375ten MP3-Player für KDE programmieren.
Der MP3-Patentinhaber kann das jederzeit verbieten und
wollte es auch schon einmal tun:
http://www.heise.de/newsticker/data/vza-28.08.02-000/
Wenn Software-Patente erst einmal etabliert sind, wird
dieses Verbot wahrscheinlich recht schnell ausgesprochen.
> [...] Sonst wird in 5 Jahren hierzulande
> gar kein Geld mehr mit Software verdient, [...]
Wenn Software-Patente durchkommen, fließt unser ganzes Geld
an die großen Patentinhaber – Microsoft, IBM, … – in die
USA.
Für weitere Informationen siehe: http://patinfo.ffii.org