Patente – Speed matters III

Posted by admin on 19th September 2008 in Allgemein

patenteeispiel illustriert mehrere Schwächen des derzeitigen
Systems:

- Wenn Software Patente auch bei uns gelten (ich glaube
derzeit ist dies nur für solche Patente der Fall, die
in Form von Hardware realisiert wurden, worunter leider
auch MP3 zählt, da es hier wohl einen Chip gibt),
dann ist man permanent gezwungen sich mit diesem
ganzen Mist auseinander zu setzen.
Sprich: vor jeder Veröffentlichung
müsste man erstmal die betreffenden Patentdatenbanken
durchsuchen, ob da nicht schon jemand Rechte dran hat.
Kostet Zeit, liefert evt. nicht mal ein klares Ja
oder Nein. Da freuen sich nur die Patentanwälte :-(
Ganz klar sind die grossen Firmen, die sich
eine eigene Patentabteilung leisten können. klar im
Vorteil.

- Dazu kommt die Unfähigkeit der Patentämter.
Es ist unglaublich, was für simpel Verfahren Patente
erhalten haben. Weiter gibt es x Fälle von sich
überlappenden Patenten. Z.B. für das LZH Verfahren
ist drei oder vier mal vom Patentamt ein Patent
vergeben worden.
Sprich: Letztlich muss der Patentanspruch vor
Gericht durchgesetzt oder angefochten werden.
Wieder nur für grosse Unternehmen von Vorteil.

- Bei Deinem Beispiel kann der Prof. vermutlich
argumentieren, dass die entsprechenden Projektionen
und Abbildungen schon lange in der Photographie
bekannt sind, evt. schon seit den Kartenmachern
und Malern des Mittelalters.
Recht haben oder nicht, man hat die Anwälte erstmal
am Hals und muss Zeit und Nerven reinstecken, sie
wieder los zu werden :(

Die Uridee des Patentwesens, die Forschungskosten plus x
wieder einzuspielen, ist leider verkommen zum Abstecken
von Claims.

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