Archive for the ‘Allgemein’ Category

Re: Sehr gut! – Microsoft behält FAT-Patente

Posted by admin on 29th September 2008 in Allgemein

patentesetzen hier SOftware auf MS-System ein, die kostete 120.000 EUR.
> Nein, die bekommt nicht MS. MS bekam lediglich 150 EUR. Aber, wir
> machen damit eine GEwinn von locker 5 Mio im Jahr. Wir bluten gerne
> dafür.
Ach du dicker Troll…
Mein AG macht mehrere Milliarden jährlich, setzt verschiedenste
Systeme ein und ist ein promintenter Linux-Förderer. Und nu?
> Aber ich denke, für die ganzen Revoluzer in diesem Forum ist es
> besser, nichts zu investieren und somit auch keinen Gewinnzu machen.
Was soll das? Meinst du allen Ernstes, ohne Microsoft kein Gewinn?
Dann macht gar nicht Ihr den Gewinn, sondern Microsoft, bzw. der
Hersteller Eurer Super-Duper-Software? Na, dann hätten sie auch den
gesamten Gewinn verdient, findest du nicht? Dass Ihr die gebeutelte
Software-Industrie derart schamlos über den Tisch zieht, also
wirklich…

> hartz4 macht ses ja in diesem Land möglich.
Was? Dass man denken lassen darf, anstatt es mühevoll selbst zu tun?
Ja, ich fürchte, Du hast mich überzeugt.
Gruß
Tiberius

Re: GPL vor Gericht? – Red Hat verteidigt seine Patente

Posted by admin on 28th September 2008 in Allgemein

patenteragt 3 Anwaelte, und bekommt 4 Meinungen.
Frag mal 3 Informatiker, was sie von C/C /Java oder PHP halten. #-)
> Und die Buecher widersprechen sich ebenfalls gegenseitig.
Ich finde die Bücher gefährlich, insbesondere das gerade heraus
gekommene von den selbsternannten Institutsgründern (ist wohl deren
Marketingstrategie). Die scheinen mir nämlich arg in eine
opportunistische Richtung zu argumentieren, so nach dem Schema “wenn
wir nur kräftig Positives publizieren wird sich das schon selbst
erfüllen”. Man sollte den Urheber wenigstens deutlich sagen, wo die
Probleme liegen. Ich fände es jedenfalls gar nicht lustig, aus
Versehen (!) als Urheber später einen Schadenersatzprozess an der
Backe zu haben, nur weil ich anderen Leuten etwas schenken wollte.
Oder als Geschäftsführer meiner Firma Softwarekosten sparen wollte.
Nur lustig tun hilft juristisch leider selten weiter.
> Deswegen gibts ne Deutsche Uebersetzung, die aber als “nicht bindend”
> gekennzeichnet ist.
Klar, die hilft aber nicht, wenn man sie nicht bei Vertragsschluss
zum Inhalt der Vereinbarung gemacht hat. (Nur darauf kommt es
juristisch an, denn der Verbraucher wird ja z.B. argumentieren, dass
er die Lizenz deswegen nicht richtig verstehen konnte. Ob ihm das was
bringt, sei mal dahin gestellt, da der Default ja das
urheberrechtliche Nutzungsverbot ist.)
Bezüglich Übersetzung: Der Urheber kann ja auch erklären, dass die
deutsche Version die verbindliche sein soll.
> Abgesehen von all den Schwierigkeiten, GPL ist besser als sich selbst
> was auszudenken, da lauern einfach noch mehr Fallstricke.
Leider muss ich sagen, dass es noch besser sein könnte, die Software
erst gar nicht in dieser Form zu veröffentlichen. (Obwohl mir das
Ergebnis der Überlegung natürlich auch nicht gefällt.) Warum nicht
mit einzelnen Anwendern einen Vertrag machen, indem man die Haftung
dann wirklich rechtsgültig ausschliesst? (Klar, dann bleibt eben der
Werbeeffekt von Open-Source weg.)
Die GPL ist also schon das geringste Übel, aber eben auch nicht ohne
Risiko. Dessen sollte man sich einfach bewusst sein. Es gibt auch
genügend Möglichkeiten, wenigstens die persönliche Haftung zu
verhindern (z.B. GmbH/AG, die z.B. einfach die Software vieler
Urheber in eigenem Namen verbreitet und notfalls eben den Laden dicht
macht).
> Ausserdem: Im Rechtsleben kommt es fast nie darauf an, recht zu
> haben, sondern zu bekommen. Das erreicht man am einfachsten, in dem
> man blufft und den “Gegner” glauben laesst, das er a:) im Unrecht
> ist, b:) Es fuer ihn zu teuer oder zu kompliziert ist, Recht zu
> bekommen.
Klappt aber nur bei dummen Gegnern. ;-)
Recht bekommen scheitert aus meiner Sicht nicht an prozessualen
Dingen, sondern daran, materiell die richtige Argumentation zu
finden. Wer da falsch beraten wird (und das ist leicht) denkt zwar,
er hätte aus prozessualen Gründen verloren oder der Richter sei
einfach zu dumm gewesen, das zu verstehen, sieht aber gar nicht,
warum er wirklich verloren hat. Also kann man nur hoffen, dass der
Gegner einen Anwalt hat, der noch dümmer als der eigene ist. #-)
Zumindest bei grossen Firmen als Nutzer von Software kann man davon
ausgehen, dass die sich schon etwas länger mit der Materie
beschäftigen und im Zweifel einen etwas längeren Atem und bessere
Beratung (weil viele Prozesse, daher gute Selektion von unfähigen
Anwälten) haben als ein kleiner Entwickler.
Auch sehr verbreitet in Deutschland ist ja die Strategie zu “meinem
Anwalt” zu gehen. Das ist dann ein angebliches Allroundgenie, der von
der Scheidung bis zum Urheberrechtsprozess einfach alles drauf hat.
Vielleicht sollte man sich also doch eher an die Leute wenden, die
schon mal einschlägige Literatur zum Hauptthema des Prozesses
publiziert haben. Da riskiert man zwar, dass sie gerade die
Mindermeinung vertreten, aber wenn sie nicht ganz dumm sind, kennen
sie wenigstens schon mal die Argumente der herrschenden Meinung. Der
Scheidungsanwalt wird dagegen gar keine Argumente kennen und nach
verlorenem Prozess behaupten, der Richter sei eben zu blöd gewesen,
die Genialität seiner Argumente zu begreifen. Mir wäre ein Anwalt
lieber, der mir wenigstens schlüssig erklären kann, warum ich den
Prozess verliere. In den seltensten Fällen dürfte der Grund dafür
Zufall oder unfähige Richter sein. Die sind besser als ihr Ruf. Das
mit “meinem Anwalt”, der einfach jedes Thema glaubt im Griff zu
haben, wird sich auch nicht ändern, so lange Anwälte kein Interesse
am Erfolg eines Prozesses haben. Einige haben als Einzelperson 600
Mandanten im Jahr – da kann man sich vorstellen, wie die Qualität der
Beratung aussieht.

Re: Au Backe – Microsoft behält FAT-Patente

Posted by admin on 27th September 2008 in Allgemein

patente Warum Microsoft eigens technischen Schrott entwickelt statt
> > irgendeines der bereits vorhandenen und erwiesenermaßen gut
> > funktionierenden Dateisysteme zu benutzen? Tja, das musst Du wohl die
> > dafür zuständigen Entwicklungsleiter in Redmond fragen.
> > Regards,
> >
> > Steve
>
> nein, warum haben die Hersteller von Speicherkarten etc. keins von
> den von dir angepriesenen FS verwendet ?
Weil auf einem vernünftigen FS für Flashes noch mehr Lizenzgebühren
drauf sind. Selbst wenn man es total eigen entwickelt. Irgend ein
Sack hat ja die Techniken zur Nutzung eines auf Flash abgestimmten FS
patentieren lassen.
Fat ist nicht toll, extfsx ist nicht toll (wahrscheinlich noch
schlimmer als Fat). So wirklich gute FS für Sticks gibts nicht am
Markt.
Rashim

Re: ??Fragezeichen – Microsoft behält FAT-Patente

Posted by admin on 26th September 2008 in Allgemein

>
> > > Das werden die Kunden nicht bezahlen, oder glaubst du ernsthaft, bei
> > > der starken Konkurrenz erlaubt sich auch nur ein Hersteller, die
> > > Preise um 25 Cent anzuheben?
>
> nee, das wird dann gleich ‘n Zehner…
Also ich kenne ja den Faktor 2, aber der Faktor 40 ist mir neu.
> > Einerseits das, andererseits sind dich die Stückzahlen eher in den
> > 100k und 1Mio zu sehen und dann sind das nur mehr 2,5 oder 0,25Cent
> > pro Stück.
>
> 25 ct sind 25 ct und bleiben das auch. Außerdem läppert es sich: 25
> ct hier, 25 ct da…
Abgesehen davon, dass ich mich verrechnet habe (sind ja 250k$ und
nicht 250kCent) und das ganze also eine Faktor 100 erhält, sind dann
über 1Mio Stück schon weniger. Ok, das ist schon schwieriger zu
erreichen. Da es aber pro Firma ist, hört das auch mal auf. MS hebt
ja seit 2003 ein und es wird schon genug gegeben haben, die das
gezahlt haben und jetzt FAT sozusagen frei verwenden können.
> Für MS sind das sicherlich Peanuts, aber ein
> wirksames Mittel gegen ungeliebten Wettbewerb. Für einen einzelnen
> Entwickler ist das nämlich unerschwinglich.
Wieso? Wenn jemand ein Stück absetzt, dann sind das 0.25$. Wenn ich
weniger Marge pro Produkt habe, sollte ich mir was anderes überlegen.
Rashim

Re: GPL vor Gericht? – Red Hat verteidigt seine Patente

Posted by admin on 26th September 2008 in Allgemein

patenter weiß ob schonmal die GPL oder andere “freie” Lizenzen vor Gericht
> > ein Härtetest bestanden haben?
>
> Also juristisch ist das Thema wohl heftig umstritten.
Danke fuer die interessanten Ausfuehrungen. Da ich gerade selbst ein
grosses project unter GPL gestellt habe, weiss ich von den
Schwierigkeiten. Man fragt 3 Anwaelte, und bekommt 4 Meinungen. Und
die
Buecher widersprechen sich ebenfalls gegenseitig.
> einer englisch abgefassten Lizenz nichts folgern kann.
Deswegen gibts ne Deutsche Uebersetzung, die aber als “nicht bindend”
gekennzeichnet ist. *seufz* Naja, ob z.B. eine deutsche Software mit
GPL in Burkina Faso (z.B.) gueltig ist, ist fraglich, aber noch
fraglicher ist, was passiert, wenn eine Software international
entwickelt wird (Linux, Perl, etc).
Abgesehen von all den Schwierigkeiten, GPL ist besser als sich selbst
was auszudenken, da lauern einfach noch mehr Fallstricke.
Ausserdem: Im Rechtsleben kommt es fast nie darauf an, recht zu
haben, sondern zu bekommen. Das erreicht man am einfachsten, in dem
man blufft und den “Gegner” glauben laesst, das er a:) im Unrecht
ist, b:) Es fuer ihn zu teuer oder zu kompliziert ist, Recht zu
bekommen.
Die vielen “Mythen” um die GPL helfen da auf jedenfall. Wenn man um
die Details eines (Vertrags/Rechts)-Textes diskutiert, lenkt man
erfolgreich von dem Problem ab,das eventuell der ganze Text gar nicht
gilt ;)
Gruss!

Re: Patente – Der CDU-Fahrplan zur Netzpolitik

Posted by admin on 25th September 2008 in Allgemein

:
> > Und gleichzeitig spricht sich die CDU für Softwarepatente aus.
> > Versteh’s wer’s will.
>
> Ich finds gut, mit einer Einführung von Patenten nur für 5 Jahre
> und nur für Quellcode, bedeutet das, dass alles andere nicht
> geschützt wird.
Ach, laß Dir doch nicht die Sinne vernebeln, von diesen Rauchbomben,
die da geworfen werden. Fakt ist: wenn die CDU an die Macht kommen
sollte, würde sie den Lobbyisten der Wirtschaft natürlich sofort wieder
nach der Pfeife tanzen. Meinst Du etwa wirklich, Politik hätte
sinnvolle, durchdachte Pläne, die gegen die Marktmacht durchsetzbar
wären? Dagegen spricht doch wirklich offensichtlich die Macht des
Geldes und der Mißbrauch der Patentgesetzgebung zu a) Unterdrückung von
Entwicklungen, Erfindungen, die etablierten Industrien schaden könnten
und b) Verhinderung von Konkurrenz und vorantreiben der Monopolisierung
und “Entsorgung von Human Resources”…
> Also nicht Urheberrechtsschutz, der bis 70 Jahre nach Tod des
> Autors läuft.
Und genau den hast Du im ersten Gesetz der nächsten Legislaturperiode,
egal ob von CDU oder SPD Mehrheit bestimmt: “Harmonisierung des
Patentrechts”. Mit WIPO ist das doch längst europaweit geregelt, was
auf uns zukommt… und da in USA immer alles einige Jahre früher
passiert, kannst Du dir ja auch schon ausmalen, wie es hier werden
wird.
> Thomas
ciao pm

Re: Patente – Der CDU-Fahrplan zur Netzpolitik

Posted by admin on 25th September 2008 in Allgemein

patente, laß Dir doch nicht die Sinne vernebeln, von diesen
> Rauchbomben,
> die da geworfen werden. Fakt ist: wenn die CDU an die Macht kommen
> sollte, würde sie den Lobbyisten der Wirtschaft natürlich sofort
> wieder
> nach der Pfeife tanzen. Meinst Du etwa wirklich, Politik hätte
> sinnvolle, durchdachte Pläne, die gegen die Marktmacht durchsetzbar
> wären? Dagegen spricht doch wirklich offensichtlich die Macht des
> Geldes und der Mißbrauch der Patentgesetzgebung zu a) Unterdrückung
> von
> Entwicklungen, Erfindungen, die etablierten Industrien schaden
> könnten
> und b) Verhinderung von Konkurrenz und vorantreiben der
> Monopolisierung
> und “Entsorgung von Human Resources”…
Ich kann schon zwischen Wahlversprechen und der dann eingeführten
Regelungen unterscheiden. Ich hab ja nur die entsprechende Regelung als
für mich gute Regel beurteilt. Dass man sowas normalerweise nicht von
der CDU erwarten kann ist mir auch klar. Aber wieso sollen die nicht
mal
ein Korn finden.
Die Frage ist ja, ob die deutsche Industrielobby die gleichen Ziele hat
wie die US-Industrielobby. Es könnte ja durchaus sein, dass für die
deutsche Wirtschaft eine solche Regelung insgesamt besser ist. Wenn das
dann europaweit so ist steht ja einer entsprechenden Regelung nichts
entgegen.
Für mich ist das zu schön um wahr zu sein, das gleiche wie der
eventuelle Einsatz von Linux auf Desktoprechnern im Bundestag.
> > Also nicht Urheberrechtsschutz, der bis 70 Jahre nach Tod des
> > Autors läuft.
>
> Und genau den hast Du im ersten Gesetz der nächsten
> Legislaturperiode,
> egal ob von CDU oder SPD Mehrheit bestimmt: “Harmonisierung des
> Patentrechts”. Mit WIPO ist das doch längst europaweit geregelt,
> was
> auf uns zukommt… und da in USA immer alles einige Jahre früher
> passiert, kannst Du dir ja auch schon ausmalen, wie es hier werden
> wird.
Auf welche EU-Richtlinie geht das zurück? Wipo ist doch eher ein
Völkerrechtlicher Vertrag, oder?
Thomas

Re: RE – Apple beantragt RSS-Patente

Posted by admin on 25th September 2008 in Allgemein

patenteressiert die Mehrheit nicht. Und was diesem Prinzip zuwieder
> läuft. Ein Großteil interessiert auch der Mehrwert nicht sofern er
> sich nicht in Bargeld auf dem eignen Konto bemerkbar macht.
Das ist aber nicht Zweck des Unternehmens. Der Zweck eines
Unternehmens ist die Mehrwertproduktion. Was du meinst, ist der Zweck
der _Investition in ein Unternehmen_.
> Da hast du Recht. Du tust aber so als wäre das nicht der Fall.
Es
ist der Fall. Und das ist der Defekt des Kapitalismus.
Kapitalismus und Marktwirtschaft widersprechen sich ähnlich wie
Top-Down-Hierarchien und Demokratie.
> Es gibt davon sogar noch eine Steigerung. Aufkaufen, Gewinn
> abziehen, spalten weiterverkaufen. Da gehen dann sogar Gesunde
> Unternehmen bei kaputt.
Deswegen bekomme ich immer so ein gehässiges Lachen, wenn ich
heutzutage jemand von Marktwirtschaft (gar sozialer Marktwirtschaft)
faseln höre. Marktwirtschaft bedingt gleichberechtigten Marktzugang
und gleichgewichtete Marktteilnehmer. Wo gibt es das noch? Und die
heutigen “Neoliberalen” (ich setz das mal in Anführungsstriche, weil
die originären Neoliberalen schon im Grab rotieren, wenn sie die
heutigen Neoliberalen sehen) wollen ja auch keinen gleichberechtigten
Markt, sondern nur eine komplette Entlassung des Kapitals aus den
staatlichen Regularien, die zumindest in Rudimenten ja auch der
Garantierung der Marktmechanismen dienen (siehe Kartellamt).
CU

Re: Patente – Der CDU-Fahrplan zur Netzpolitik

Posted by admin on 25th September 2008 in Allgemein

patente kann schon zwischen Wahlversprechen und der dann eingeführten
> Regelungen unterscheiden.
Fein :-)
> Ich hab ja nur die entsprechende Regelung als für mich gute Regel
> beurteilt. Dass man sowas normalerweise nicht von der CDU erwarten
> kann ist mir auch klar. Aber wieso sollen die nicht mal ein Korn
>
finden.
Sicher, die Regelung wäre gut, wenn sie auch nur ansatzweise umsetzbar
wäre. Ist sie aber nicht, wegen su.u.
> Die Frage ist ja, ob die deutsche Industrielobby die gleichen Ziele
> hat wie die US-Industrielobby. Es könnte ja durchaus sein, dass
> für die deutsche Wirtschaft eine solche Regelung insgesamt besser
> ist. Wenn das dann europaweit so ist steht ja einer entsprechenden
> Regelung nichts entgegen.
Die Lobbyarbeit u.a. in/für die WIPO zeigt aber, daß wir nahezu
identische Verhältnisse wie die USA bekommen sollen (werden).
> Für mich ist das zu schön um wahr zu sein, das gleiche wie der
> eventuelle Einsatz von Linux auf Desktoprechnern im Bundestag.
Naja.. *BSD ginge zur Not auch ;-)
> Auf welche EU-Richtlinie geht das zurück? Wipo ist doch eher ein
> Völkerrechtlicher Vertrag, oder?
WIPO = World Intellectual Property Organisation. Die Kümmern sich seit
Jahr und Tag (1970) um eine “Harmonisierung der Rechte des geistigen
Eigentums”.. grob gesagt. Details zur (möglicherweise fatalen)
Auswirkung dieser “Harmonisierung” findest Du hier:

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/9123/1.html

ciao pm
>
> Thomas

re Patente – Gen-Zucchini im Schrebergarten

Posted by admin on 24th September 2008 in Allgemein

patenteProblem ist Tatsächlich das Patentrecht, Gene trachten danach
> sich zu vermehren, aber jeder der ein Produkt mit einem Patentierten
> Gen vertreibt ist Lizenzpflichtig, die Verseuchung von
/snip!/
sehr viel Richtiges
/snip!/
> Insektengiftes, das hat zur Folge dass man drei Jahre mit sehr wenig
> Chemie aus kommt und dann haben sich gleichfalls Resistente
> Superunkkräuter angesiedelt oder eine ganz andere Art
> Schädlingsbefall etabliert und aller Vorteil ist zum Teufel.
>
Rein Rechtlich gesehen sollte man ja eigentlich argumentieren, dass
der Verkäufer sämtliche Rechte nach dem Verkauf erschöft hat. Dies
wäre analog zu z.B. einem Zuchthengst: Nach dem Verkauf hat der
Verkäufer ja keinerlei Rechte auf die etwaigen gezeugten Folen. Alles
andere wäre ja Irrsinn!
Aber nur weil es sich jetzt plötzlich um ein technologisch anderes
Produkt handelt, werfen die Richter Jahrhundert alte rechtliche
Zustände über Bord. Ich meine es ist ja nicht so, dass die Bauern nun
anfangen Gene des Weizen für kommerzielle zwecke selber zu
analysieren und sich da bedienen. Es ist völlig Krank darauf zu
bestehen bei einem sich selbst fortplanzendem, assimilierendem und
selbständig adaptivem System ALLES was irgendwie in berührung kommt
zu besitzen. Wenn Monsato das mit dem sich selbst fortplanzen und
assimilieren ihres Produktes nicht in den Griff bekommt haben sie
halt pech gehabt!
So was nennt sich Unternehmensrisiko…
Wo hat den der Bauer irgendwelche Schuld wenn das Produkt dies
eigenständig macht? Selbt bei Computervirenbefall werden ja nicht die
Firemen auf Schadensersatz verklagt welche pech hatten und als
Virenschleudern her halten mussten.
Von wo bekommen die Richter nur die Phantasie, daß das Treiben von
Monsato rechtens sein sollte?