Dumm ist … – Pillen und Patente

Posted by admin on 23rd September 2008 in Allgemein

patentet nicht schwierig, diesen Sachverhalt zu verstehen, und
> deshalb
> ist ein Artikel wie dieser schlicht und einfach DUMM.
Lieber ZeKick,
dumm ist, wenn man die Dinge so einseitig betrachtet wie Du in Deinem
Posting. Natürlich verstehe ich den Sachverhalt und gebe Dir auch im
Prinzip recht. Aber wie heißt’s so schön, zu wenig und zu viel ist des
Narren Ziel.
Kleiner Vergleich: Ich verstehe zB. auch, daß Steuern notwendig sind.
Wenn ich aber 98% Steuern zahlen würde, wäre ich damit nicht mehr
einverstanden. Mit 40% schon, mit 50% auch noch, bei 60% würde ich mich
schon aufregen. Du siehst worauf ich hinaus will? Es geht hier nicht um
den Patentschutz an sich, sondern um dessen Mißbrauch zur Bereicherung.
Der Pharmaindustrie in Europa und den USA geht es prächtig.
Riesengewinne charakterisieren die Branche. Mit dem Untergang kämpft
hier keiner. Medikamente werden in Hülle und Fülle entwickelt,
natürlich streng marktorientiert (Viagra) mit dementsprechenden
Gewinnmargen. Aber jetzt paß auf: Der Branche geht es prächtig, obwohl
die meisten 3. Welt Staaten die Patente nicht beachten! Die Einnahmen
aus der 1. Welt reichen für die Pharmakonzerne völlig aus um die
Entwicklungen zu decken.
Also wie bitte, willst Du jetzt argumentieren, daß das Einführen der
US-Patentrechte in der 3. Welt NOTWENDIG ist? In welcher Hinsicht?
Welche Vorteile hätte es? Nur einen einzigen, nämlich daß einige wenige
Pharmakonzerne noch mehr Gewinne machen, die großteils an der Steuer
vorbei einem sehr kleinen Personenkreis von Beteiligten zu Gute kommen.
Aber für die Allgemeinheit? Kein Effekt whatsoever. Mehr Medikamente
für Tropenkrankheiten? Sicher nicht, denn dafür fehlt die Kaufkraft
nach wie vor. (Nicht der fehlende Patentschutz, sondern die fehlende
Kaufkraft in den Entwicklungsländern ist der Grund für fehlende
Medikamente für die Tropen.)
Also kein Vorteil für die Allgemeinheit, aber ein wesentlicher Nachteil
für große Teile der Bevölkerung der 3. Welt, die dann wichtige
Medikamente nicht mehr bekommen würden.
Man sollte das Nicht-Durchsetzen der strengen Patentgesetze in der 3.
Welt einfach als Hilfe von Wohlhabenden für Bedürftige sehen. Denn, wie
gesagt, die von Dir beschworenen Nachteile kann ich nicht sehen.

Re: PNG – Microsoft behält FAT-Patente

Posted by admin on 21st September 2008 in Allgemein

patentels als das mit dem GIF-Patent losging
> wurde PNG als offenes Alternativformat spezifiziert.
Und es hat Jahre gedauert, bis auch die “offenen” Projekte
nur im Ansatz das Monsterformat richtig umgesetzt hatten.
(Transparency and Alphachannels anyone ?)
Hatten wohl auch erstmal andere sorgen als “sowas”.
> Gibt es Bestrebungen einen offenen und universellen Ersatz
> für FAT/VFAT/FAT32 zu schaffen? Also ein primitives FS
> für MP3-Player, Digicams, HDD-Videorekorder, …
Die Formate gibt es doch schon längst. Heute hat man mehr
Platz, man bräuchte keinen “gleichen Space” mehr für
lange und kurze Dateinamen – man definiert einfach
64 Bytes als Minimum, und die DOSies müssen selbst
schauen wo sie bleiben.
Welches System kann denn heute weniger als das ?
Die neueren Kameras könnten das neue Format neben
dem FAT unterstützen und in 5 Jahren ist es dann
der Kamerafirma überlassen ob sie FAT noch unter-
stützen will.
Nur: das Thema ist für die CF-Karten und Kamerahersteller
etwa so wichtig wie die Farbe des Himmels an einem
bestimmten Tag X. Die haben 1000 andere sorgen als ob
sie MSFT jetzt 10 oder 20 Mio. im Jahr zahlen.
Für diese Peanuts LOHNT sich scheints einfach kein Konsortium,
das ist das Problem. Und MSFT weiss das, das die keine
Lust haben :^x
> Ach ja, wann laufen die FAT-Patente aus?
Das Grundpatent wohl 2016.
#m

Patente – Speed matters III

Posted by admin on 19th September 2008 in Allgemein

patenteeispiel illustriert mehrere Schwächen des derzeitigen
Systems:

- Wenn Software Patente auch bei uns gelten (ich glaube
derzeit ist dies nur für solche Patente der Fall, die
in Form von Hardware realisiert wurden, worunter leider
auch MP3 zählt, da es hier wohl einen Chip gibt),
dann ist man permanent gezwungen sich mit diesem
ganzen Mist auseinander zu setzen.
Sprich: vor jeder Veröffentlichung
müsste man erstmal die betreffenden Patentdatenbanken
durchsuchen, ob da nicht schon jemand Rechte dran hat.
Kostet Zeit, liefert evt. nicht mal ein klares Ja
oder Nein. Da freuen sich nur die Patentanwälte :-(
Ganz klar sind die grossen Firmen, die sich
eine eigene Patentabteilung leisten können. klar im
Vorteil.

- Dazu kommt die Unfähigkeit der Patentämter.
Es ist unglaublich, was für simpel Verfahren Patente
erhalten haben. Weiter gibt es x Fälle von sich
überlappenden Patenten. Z.B. für das LZH Verfahren
ist drei oder vier mal vom Patentamt ein Patent
vergeben worden.
Sprich: Letztlich muss der Patentanspruch vor
Gericht durchgesetzt oder angefochten werden.
Wieder nur für grosse Unternehmen von Vorteil.

- Bei Deinem Beispiel kann der Prof. vermutlich
argumentieren, dass die entsprechenden Projektionen
und Abbildungen schon lange in der Photographie
bekannt sind, evt. schon seit den Kartenmachern
und Malern des Mittelalters.
Recht haben oder nicht, man hat die Anwälte erstmal
am Hals und muss Zeit und Nerven reinstecken, sie
wieder los zu werden :(

Die Uridee des Patentwesens, die Forschungskosten plus x
wieder einzuspielen, ist leider verkommen zum Abstecken
von Claims.

Re: Ja und? – Apple beantragt RSS-Patente

Posted by admin on 19th September 2008 in Allgemein

patenter die Verantwortung? Die Rahmenbedingungen
> setzt der Gesetzgeber und ist damit auch für die
> Folgen verantwortlich.
Der Gesetzgeber formuliert die Rahmenbedingungen, gesetzt werden sie
von denen, die eine entsprechende Gesetzgebungsinitiative starten.
WIe in einigen anderen Postings schon gesagt bin ich sehr oft dafür,
es einfach laufen zu lassen, wie es sich eingeschliffen hat. Das
Verfahren mag nicht optimal sein – aber die handwerkliche
Verschlimmbesserung, wie sie durch den Gesetzgeber veranstaltet wird
(und zwar auf Initiative bestimmter Lobbygruppen hin – der
Gesetzgeber geht ja nicht hin und werkelt an Gesetzen, weil ihm
langweilig ist) erscheint mir recht oft als das größere Übel. Vor
allem, da die Lobbyisten mit ihren Partikulärinteressen näher am
Gesetzgeber stehen als der Rest der Betroffenen.
Um es kurz zu sagen: Der Gesetzgeber ist nur eine Marionette, die
federführenden Akteure sind die Lobbyisten. Verantwortung für die
Deformation übernimmt eh keine der Gruppen, weil man niemand
_verantwortlich machen_ (im Sinne von Konsequenzen übertragen) kann.
Die Einzigen, die die Verantwortung dann _tragen_ sind die
Betroffenen, die sich mit den neuen gesetzlichen Bedingungen
arrangieren müssen.
Deswegen: Verantwortlich ist der, der die Hand dessen führt, der die
Rahmenbedingungen diktiert. Und das sind genau die, die du von der
Verantwortung freisprechen willst – die armen Konzerne, die sich ja
auch nur mit dem Patentgesetz arrangieren. Insofern sind sie das
Problem, weil sie ihre Lobbymacht zur Deformation des Patentsystems
_ausnutzen_. Man muß ziemlich blauäugig (speziell in Anbetracht der
jüngsten Entwicklungen rund um das europäische Gemeinschaftspatent)
sein, um dann noch genau diese Konzerne nicht als das Problem zu
empfinden.
CU

Re: Ja und? – Apple beantragt RSS-Patente

Posted by admin on 19th September 2008 in Allgemein

patentegen: Verantwortlich ist der, der die Hand dessen führt, der die
> Rahmenbedingungen diktiert. Und das sind genau die, die du von der
> Verantwortung freisprechen willst – die armen Konzerne, die sich ja
> auch nur mit dem Patentgesetz arrangieren. Insofern sind sie das
> Problem, weil sie ihre Lobbymacht zur Deformation des Patentsystems
> _ausnutzen_. Man muß ziemlich blauäugig (speziell in Anbetracht der
> jüngsten Entwicklungen rund um das europäische Gemeinschaftspatent)
> sein, um dann noch genau diese Konzerne nicht als das Problem zu
> empfinden.
Sie tragen die Verantwortung auch nicht. Der direkte Einfluß eines
Konzerns auf die Gesetzgebung ist gleich 0. Der Einfluß läuft
indirekt
über, nennen wir es mal Bestechung. Denn im großen und ganzen
ist es das. Wer trägt die Verantwortung? Der, der sich durch
Bestechung Vorteile verschafft oder der, der die Interessen der
Allgemeinheit seinen persönlichen Interessen unterordnet?
Gezwungen oder genötigt wird niemand. Jedenfalls ist mir das
bisher noch nicht zu Ohren gekommen. Die Verantwortung ist
und bleibt beim Gesetzgeber. Das einige Konzerne da im Hinter-
grund kräftig trommeln steht außer Frage. Aber in dieser Diskussion
hab ich immer ein bischen den Eindruck die armen Gesetzgeber
können ja gar nicht anders. Weil die bösen Konzerne

Re: Ja und? – Apple beantragt RSS-Patente

Posted by admin on 18th September 2008 in Allgemein

patentetragen die Verantwortung auch nicht.
Nein. Sie sind verantwortlich, tragen die Verantwortung aber nicht.
Getragen wird sie von den Betroffenen.
> Der direkte Einfluß eines
> Konzerns auf die Gesetzgebung ist gleich 0.
Ja sicher. Etwa so, wie im Justizministerium fertige Gesetzesentwürfe
direkt vom Lobbyisten zum Parlament durchgereicht werden? Etwa so,
wie in einschlägigen Sitzungen den betreffenden Staatssekretären und
Ministern anempfohlen wird, eien Gesetzesänderung in einer
definierten Form vorzunehmen, da man ansonsten mit Kind und Kegel äh
Arbeitsplatz und Stammkapital in ein benachbartes Land zieht?
Schumacher war bei Infineon nur dumm genug, seine Vorstellungen zu
eienr Einkommenssteueränderung laut per Presse zu kommunizieren.
Andere machen es geschickter.
> Der Einfluß läuft
> indirekt
> über, nennen wir es mal Bestechung. Denn im großen und ganzen
> ist es das.
Nein. die Zeit der schwarzen Koffer ist vorbei. Heut regiert
Erpressung, der Staat ist längst abhängig von bestimmten
Unternehmens- und/oder Interessenkonzentrationen. Und dies verschärft
sich, da jede weitere Gesetzesänderung konzernfreundlich und
mittelstandsfeindlich erfolgt (simples Beispiel die GEZ: Das
Großunternehmen mit was weiß ich wieviel Arbeitskräften zahlt
zukünftig genau so viel Computer-GEZ wie ein Ein-Mann-Betrieb, da nur
eine Anmeldung notwendig ist und der Rest als Nebengeräte gilt).
Erzähl mir nicht, daß dies nicht konzernfreundlich wäre und nicht auf
Konzernbetreiben hin erfolgte – mit der simplen Erpressungstaktik
“Wir suchen uns einen neuen billigeren Standort und beliefern den
Markt von außen”. In diesem Staat wird das nicht fluchtfähige klein-
und mittelständige Kapital ausgeblutet – zugunsten des Großkapitals,
das allein mit der Fluchtdrohung beinahe jede Forderung durchsetzen
kann. Das ist Globalisierung: Die Befreiung der Großunternehmen aus
der nationalen Verantwortung.
> Wer trägt die Verantwortung? Der, der sich durch
> Bestechung Vorteile verschafft oder der, der die Interessen der
> Allgemeinheit seinen persönlichen Interessen unterordnet?
Ich lehne die Bestechungsthese ab. Wenn nicht die Lobbyisten selbst
in entscheidender Position sitzen (wie die mit dem Vivendi-Chef
verwandte französische EU-Abgeordnete) genügt der entsprechende
wirtschaftliche Druck.
> Gezwungen oder genötigt wird niemand. Jedenfalls ist mir das
> bisher noch nicht zu Ohren gekommen.
Subventionserpressung ist eigentlich gang und gäbe heutzutage. Der
Standort einer Produktionsstelle wird “geratet”, die entsprechenden
Fördermittel sind da durchaus ein entscheidendes Kriterium.
Bestechung von Politikern? Hähä, inzwischen geht es wohl eher anders
rum.
> Weil die bösen Konzerne ihnen im
> Nacken sitzen. Tatsächlich sitzen sie ihnen aber wohl eher nicht
> im Nacken sondern betten sie äußerst bequem.
Das bezweifle ich _heute_. Die letzten großen schwarzen Köfferchen
werden wohl mit der Abwicklung der EU ihren Besitzer gewechselt haben
(die Leuna-Affäre ist ja auch nie aufgeklärt wurden, sondern im Sande
verlaufen), danach dürfte eher die Drohung der Verlagerung im
Vordergrund gestanden haben. Bestechung dürfte sich eher auf
Exekutive oder lokale Legislative beschränken.
CU

Rechte und Patente – Operettenimperialismus

Posted by admin on 18th September 2008 in Allgemein

Die amerikanische Idee von den Rechten an “geistigemn Eigentum” und
ausgeweiteten Patenten kann ganz schön nach hinten losgehen. Denn
während einzelne sich ihre “Pfründe” sichern, wird die Entwicklung
durch solche Rechte zunehmend gebremst. In allen Bereichen des
geistigen Schaffens haben Menschen schon immer auf den Schöpfungen
anderer aufgebaut, diese kombiniert und verändert, sowohl im
künstlerischen Bereich (Film und besonders Musik!) als auch im
technischen (UMUK Prinzip). Hier ein “Copyright” immer weiter zu
treiben und die Schutzzeiten bis “unendlich minus 1″ auszudehnen kann
sich für die Entwicklung sehr nachteilig auswirken. Das Geld wird
immer weniger in Entwicklungen gesteckt und der Anteil der
“juristischen Arbeit” wird so stark ansteigen, daß er den Erfolg
gefährdet. Zunächst kann es sogar sein, daß dies positive Effekte
hat, aber das kann nur beschränkt gutgehen. Denn so sichert man sich
zwar seine eigenen “Pfründe”, aber blockiert sich selbst gleichzeitig
die zukünftige Entwicklung, da alle anderen das in kapitalistem
Egoismus ebenfalls tun und sich irgendwann gegenseitig blockieren.
MfG
RZ

RE – Apple beantragt RSS-Patente

Posted by admin on 18th September 2008 in Allgemein

patente Unternehmen haben einen einzigen Zweck. Geld vermehren.
>
> Um Gottes Willen – wie kommst du auf die Idee? Ein Unternehmen hat
> erst mal den Zweck, Mehrwert zu produzieren. Nicht mehr und nicht
> weniger. Dieser Mehrwert ist unter Umständen geldwert, der
> Unternehmer kann dann den produzierten Mehrwert in Form von Geld
> _schöpfen_. Zumindest zum Teil. Und sollte dieses Geld auch wieder in
> anderer Form in den Markt bringen (Ausbau der Produktion, persönliche
> Ausgaben, whatever).
Den Teil hast du in den falschen Hals bekommen. Mit “Geld vermehren”
meinte ich das Geld der Anteilseigner. Auf welche Weise dies
geschieht
interessiert die Mehrheit nicht. Und was diesem Prinzip zuwieder
läuft. Ein Großteil interessiert auch der Mehrwert nicht sofern er
sich nicht in Bargeld auf dem eignen Konto bemerkbar macht.
>
> Geld vermehren kann er damit aber nicht, Geld vermehrt sich nur durch
> weitergeben (also Handel). Deswegen ist ein Markt auch ein
> Kreislaufsystem, Kapitalattraktoren (“Geld vermehren” ist nichts
> anderes als Kapital konzentrieren) sind marktschädlich. Deine
> Geldvermehrungsthese (die im Endeffekt auf eine Kapitalkonzentration
> hinausläuft) terminiert in einem Erliegen des Marktes und einer
> Selbstvernichtung des Unternehmens, weil es keinen Absatzmarkt für
> seine Produkte und damit auch keine Grundlage für eine geldwerte
> Mehrwertproduktion mehr hat.
Da hast du Recht. Du tust aber so als wäre das nicht der Fall.
Es gibt davon sogar noch eine Steigerung. Aufkaufen, Gewinn
abziehen, spalten weiterverkaufen. Da gehen dann sogar Gesunde
Unternehmen bei kaputt.

Volltreffer – Pillen und Patente

Posted by admin on 18th September 2008 in Allgemein

patentePharmaindustrie will, wie jede andere Industrie Geld verdienen;
> zufälligerweise retten sie dabei noch Menschenleben. Eine
> Pharmafirma,
> die sich nicht daran hält wird bald eingehen und die
> Verantwortlichen
> mit Häme in die Wüste geschickt.
Wie man beim Beispiel Lipobay ja auch gesehen hat. Fehlschläge dieser
Art kann man sich rein finanziell gesehen schon gar nicht leisten.
> >. Ich will mal sehen was in deinem Kopf vorsichgeht, wenn
> > dein
> > Arzt dir sagt “tja, koennte man behandeln, das kannst du dir aber
> > nicht leisten”.
> Ohne Patentschutz wird dir der Arzt folgendes sagen:

Patente – Operettenimperialismus

Posted by admin on 13th September 2008 in Allgemein

Vieleicht noch ein netter Aspekt:
Anleger aus aller Welt haben durch das Kapital, das sie in
US-amerikanische Technologieunternehmen investiert haben, einen guten
Teil der Entwicklung in der Informationstechnologie und der
Biotechnologie erst möglich gemacht.
Heute drücken wir Lizenzgebüren für diese Techniken und die damit
entwickelten Produkte ab und werden somit ein zweites Mal zur Kasse
gebeten.
Wenn es nur ums Geld ginge, wäre dieser Umstand eher komisch als
tragisch.
Wer einmal durch die Labore vieler innovativer, amerikanischer
Unternehmen gegangen ist, wird sich über das multikulturelle,
multinationale Gewusel dort gewundert haben. Europäer, Osteuropäer,
Asiaten, Inder, aber kaum Amerikaner, die dort mit Zeitverträgen und
vergleichsweise mäßiger Bezahlung ihrer Passion frönen. Das mit
‘Brain Drain’ zu umschreiben, grenzt an Schönfärberei.
Ob die USA für jede Form technischer Innovation tatsächlich ein
besonders günstiger Nährboden ist – wer will da ein abschließendes
Urteil fällen. Tatsache ist, daß dieser GLAUBE nachhaltig Berge
versetzt.
Geldberge nämlich. Nach USA.
microB